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Nutzen und Indifferenzkurven

Nutzen

Der Begriff Nutzen hat eine große Bedeutung in der Theorie des Verbraucherverhaltens. Er soll einerseits qualitativ erklären helfen, warum bestimmte Güter gekauft werden, und andererseits warum bestimmte Güter gegenüber anderen bevorzugt werden. Ferner stellt sich dann die Frage nach der quantitativen Auswertung, dass heißt, um wieviel Prozent oder um welchen Faktor wird ein Produkt dem anderen gegenüber bevorzugt.

Indifferenzkurven

Die Darstellung der Verbraucherpräferenzen wird über Indifferenzkurven, genauer Isonutzenkurven, vorgenommen. In einfachen Beispielen zum Grundverständnis werden dabei 2 Güter dargestellt (Zwei-Güter-Fall).

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Es sind drei Isonutzenkurven für normale Güter zu sehen. Je weiter außen (rechts oben) die Kurve verläuft, desto größer das Nutzenniveau. Jede Kurve steht dabei für einen bestimmten Warenkorb.


Zum Beispiel könnte die Kurve 1 aus Second-Hand-Kleidung und trockenem Brot bestehen, Kurve 2 aus neuer Alltagskleidung und frischem Gemüse, und Kurve 3 aus Designerkleidung und Kavier. Natürlich wird jeder individuell den genannten Produkten einen Wert bzw. Nutzen beimessen, aber das Beispiel soll verdeutlichen, dass das Nutzenniveau von Kurve 1 zu Kurve 3 zunimmt, d. h. dass ein Verbraucher Designerkleidung und Kavier immer Second-Hand-Kleidung und trockenem Brot vorzieht. Dies erklärt die 3 verschiedenen Kurven.


Der Kurvenverlauf allerdings besagt anhand des Beispiels von Kurve 3 folgendes: Jede Kombination an Gut 1 und Gut 2, d. h. jeder Punkt auf der Kurve 3, liefert den gleichen Nutzen.


In der Mitte betrachtet kann das bedeuten, dass 3 Designerhosen und 3 Dosen Kavier einen Nutzenwert von 30 liefern. Weiter rechts auf der Kurve hingegen 10 Designerhosen und 2 Dosen Kavier einen Nutzen von 30. Und weiter links würden 2 Designerhosen und 10 Dosen Kavier einen Nutzen von 30 ergeben.


Es ist festzustellen, dass Verbraucher in der Regel ein ausgewogenes Verhältnis bevorzugen. Kaum jemanden nützt es, wenn er nur Kleidung und keine Nahrungsmittel besitzt, oder andersherum.


Grenzrate der Substitution


Im Beispiel der Kurve 3 ist ersichtlich, dass ein Verbraucher, der 3 Designerhosen und 3 Dosen Kavier besitzt, 7 weitere Dosen Kavier verlangt, wenn er dafür 1 Designerhose abgeben soll. Bzw. er verlangt 7 weitere Designerhosen, wenn er eine Dose Kavier abgeben soll. Unterstellt, dass er sein Nutzenniveau von 30 beibehalten will.


Das Ersetzen eines Gutes durch ein anderes bei gleichem Nutzenniveau nennt man Substitution. Die Angabe, wieviel von einem Gut verlangt wird, wenn ein anderes abgegeben werden soll, nennt man Grenzrate der Substitution.


Grenzrate der Substitution = Abnahme des Gutes 2 / Zunahme des Gutes 1.


Die Grenzrate der Substitution ist in der Regel nicht konstant. Sie hängt davon ab, auf welchem Punkt auf der Kurve sich der Verbraucher befindet. Zum Beispiel würde jemand, der 10 Designerhosen und 2 Dosen Kavier hat, vielleicht 200 weitere Designerhosen verlangen, um 1 weitere Dose Kavier abzugeben.

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