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Substitutionsgüter

Substitutionsgüter sind ein Begriff aus der Mikroökonomie

Sie bezeichnen Güter, die ein vergleichbares Ersatzgut füreinander darstellen und somit für den Konsumenten austauschbar sind (Substitution = Ersatz, Austausch). Erhöht sich der Preis für ein Gut wird automatisch die nachgefragte Menge seines Ersatzgutes steigen (solange bis die weiteren Preisanpassungsprozesse stattfinden). Voraussetzung dafür ist, dass sich die Güter in Beschaffenheit, Verwendungszweck und Preis sich so weit ähneln, dass ein Austausch ohne starke Einschränkungen möglich ist. Man unterscheidet zwischen vollkommenen und unvollkommenen Substitutionsgütern. Die Austauschfähigkeit zwischen zwei Gütern wird dabei von der Grenzrate der Substitution dargestellt (Diese beschreibt das individuelle Tauschverhältnis des Konsumenten).

Vollkommene Substitutionsgüter

Vollkommene Substitutionsgütern sind Güter, deren Austausch ohne Kosten- oder Qualitätsnachteil möglich ist. Der Konsument ist zwischen den beiden Gütern indifferent, weil er, rational betrachtet, keines der beiden Güter bevorzugen kann. Nach rein praktischen Überlegungen ist es jedoch sehr schwierig ein Beispiel für ein vollkommenes Substitutionsgut zu finden, da sich bestimmte Charakteristika immer, zu Gunsten eines Gutes, unterscheiden. So könnte eine CD und ein USB-Stick als vollkommenen Substitutionsgüter in der Datenübertragung angesehen werden, jedoch unterscheiden sich die Güter in den Parametern Preis, Schreibgeschwindigkeit, Haltbarkeit usw. und würden daher von fachkundigen Konsumenten präferiert werden. Auch die beliebten Substitutionsgüter Butter und Margarine fallen in diese Kategorie.

Mathematische vollkommene Substitutionsgüter

Mathematisch betrachtet sind Güter vollkommene Substitutionsgüter wenn ihre Grenzrate der Substitution unverändert bleibt. Demnach würden ihre Indifferenzkurven linear zueinander verlaufen. Der Konsument ist zwischen den beiden Güterbündeln von Gut A und Gut B indifferent, da sein Nutzenzuwachs bei beiden identisch ist.

Unvollkommene Substitutionsgüter

Alle Substitutionsgüter, die die oben aufgeführten Anforderungen an das vollkommene Substitutionsgut nicht erfüllen (Austauschkosten, Bevorzugung eines Gutes, usw.) sind, nach dem Ausschlussverfahren automatisch unvollkommen. Es gibt zahlreiche Beispiele für unvollkommene Substitutionsgüter wie Leder- Kunstleder, Laminat- Parkettfußboden, alle weiteren Güter, die sich zwar in Preis, Beschaffenheit und Qualität unterscheiden, aber grundsätzlich austauschbar sind.

Komplementärgüter

Das Gegenteil von Substitutionsgütern sind Komplementärgüter. Bei diesen nimmt die Nachfrage von Gut B ebenfalls ab wenn sich der Preis von Gut A erhöht.

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