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Struktur von Früherkennungssystemen

Bei einer Struktur von Früherkennungssystemen empfiehlt sich eine 5-teilige Gliederung, aus sowohl theoretischer sowie praktischer Sichtweise:

  1. Vollständige Analyse von unternehmensinternen und unternehmensexternen Chancen und Risiken: SWOT-Analyse.

  2. Bestimmung von Indikatoren zur Früherkennung, wie beispielsweise:
    Unternehmensintern: Lohnkostenanteil, Patentanmeldungen, Bilanzkennzahlen, Lagerbestände, Krankmeldungen, Sortimentsstruktur.
    Beschaffungsperspektive: Preise, Mindestbestellmengen, Lieferzeiten, allgemeine Kennwerte der Lieferanten.
    Absatzperspektive: Preise, Absatzvolumina, Mindestbestellmengen, Auftragslage, Kundenverhältnis.
    Arbeitsmarktperspektive: Lohnforderungen, Gehaltsforderungen, Gewerkschaftsbeteiligungen, Arbeitszeiten.
    Forschung und Entwicklung (F&E): Produktindizes, Verfahrensindizes, Produktionsindizes, Ökologieindizes, Technologieindizes.

  3. Festlegung von Schwellenwerten bei der Größenmessung: Welche Werte sollten erreicht werden? Welche Toleranzgrößen sind bei den Messwerten erlaubt?

  4. Reaktionsprofil bei Schwellenwertüberschreitungen: Indikatormeldung bei den entsprechenden Abteilungen des Unternehmens, Marketing, Vertrieb, Personal, Controlling, Finanzierung, etc.

  5. Personalfestlegung bei Indikatormeldungen: Welche Person der jeweiligen Abteilung trägt die Verantwortung zur Abhilfe der Schwellenwertüberschreitung? Welche zeitliche Frist wird der verantwortlichen Person dafür einberaumt? Welches Ersatzpersonal käme bei Komplikationen in Frage?

Diese 5-teilige Gliederung ermöglicht eine frühzeitige und schnelle Reaktion auf potentielle Bedrohungen. Dabei darf jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass ein Früherkennungssystem nur diejenigen Bedrohungen erkennen kann, für welche es konfiguriert worden ist. Insbesondere der Detailgrad der SWOT-Analyse (Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken) spielt hierbei die ausschlaggebende Rolle, welche Faktoren überhaupt erkannt werden können.

Um eine möglichst tagesaktuelle Analyse durchführen zu können, empfiehlt es sich Tagesmeldungen aus der Fachpresse, wissenschaftliche Journale, behördliche Berichte, Berichte der Bundesbank sowie der Europäischen Zentralbank und des statistischen Bundesamtes heranzuziehen.

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