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Begriff und Bedeutung der Corporate Governance

Bedeutung der Corporate Governance für Anlageentscheidungen

In einer von McKinsey & Company veröffentlichten Studie wurde herausgefunden, dass Corporate Governance nun ein etabliertes Investmentkriterium geworden ist ("corporate governance is now an established investment criterion").

Darüber hinaus ist die signifikante Mehrheit von Investoren bereit, eine Prämie für Firmen mit gutem Corporate Governance zu zahlen. Andererseits ist ein fehlendes oder schlechtes Corporate Governance ein Ausschlusskriterium für Investoren, unabhängig von der Attraktivität des Geschäftsmodells. "I simply would not buy a company with poor corporate governance" (CFO, USD three billion European Private Bank, quoted by McKinsey&Company, 2003).

Aktuelles Beispiel für Corporate Governance

Laut eines Artikels des Handelsblatt vom 04.01.2013 geriert die Konzernführung von Thyssen-Krupp nach Kartellrechtsverstößen und Stahlwerksdesaster in Übersee ins Visier von Aktionärsschützern. Auch die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) nahm den Aufsichtsrat und die Vorstände ins Visier. Zum Jahresende mussten Teile des Managements das Unternehmen verlassen.

Anzahl der wissenschaftlichen Publikationen zu Corporate Governance

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Definitionen in der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur

  • Corporate governance [… is] the design of institutions that induce or force management to internalize the welfare of stakeholders.” (Triole, 2001)
  • The role of a corporate governance system is to ensure that the power to make decisions is allocated to the people with the best opportunities.“ (Zingales, 2000)
  • The systems of laws, rules, and factors that control operations at a company […] set of structures, which include participants, such as managers, workers, suppliers of capital” (Sillian und Starks, 1998)
  • the ways, in which suppliers of finance to corporations assure themselves of getting a return on their investment.“ (Vishny und Shleifer, 1997)
  • „the way companies are run“ (Charkham, 1994)
  • „the system by which companies are directed and controlled“ (Cadbury, 1992)

Shareholder und Shareholder Value

Als Shareholder werden alle natürlichen oder juristischen Personen verstanden, welche Anteile eines Unternehmens halten, dass heißt am Eigenkapital des Unternehmens beteiligt sind. 

Der Shareholder Value ist der Unternehmenswert aus Sicht der Eigentümer. Ihre Zielsetzung ist die Maximierung des Shareholder Values, welcher sich als Barwert einer risikoadäquat diskontierten Reihe von Zahlungen an die Eigentümer ergibt (risk-adjusted discounted Cashflows).

Stakeholder

Stakeholder sind alle natürlichen oder juristischen Personen, die ein Interesse am Bestand, der Entwicklung und dem Erfolg eines Unternehmens haben. Die Shareholder zählen ebenso zu den Stakeholdern (sog. interne Stakeholder).

Zu den internen Stakeholdern zählen üblicherweise:

  • Eigenkapitalgeber / Eigentümer
  • Mitarbeiter / Angestellte
  • Unternehmensleitung / Manager

Zu den externen Stakeholdern zählen üblicherweise:

  • Staat
  • Allgemeinheit / Öffentlichkeit
  • Kunden
  • Lieferanten
  • Fremdkapitalgeber

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