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Agio (Aufschlag, Aufpreis, Damnum)

Der Unterschiedsbetrag zwischen Nennwert (dem tatsächlichen Wert) und Kaufpreis (Nominalwert) wird als Agio klassifiziert und in der Regel in Prozentpunkten angegeben.

Das Agio ist ein Begriff aus dem italienischen (=Bequemlichkeit) und bedeutet einen Aufschlag oder Aufgeld. Es ist im Wertpapier, Darlehen- und Devisenhandel anzutreffen. Der Käufer des Wertpapiers muss für das entsprechende Wertpapier demzufolge einen Kaufpreis entrichten, der über dem Nennwert des Wertpapiers liegt.

Die durch das Agio erzielten Erträge sind in der Kapitalrücklage im Eigenkapital des Unternehmens auszuweisen.

Beispielrechnung

Das Unternehmen XYZ AG plant eine Kapitalerhöhung und emittiert 10.000 neue Aktien zu einem Nennwert von je 10,- €. Das Agio beträgt 10%. Für den Kauf einer Aktie ergibt sich demnach ein Nominalwert von 11,- € pro Aktie.

Schafft es das Unternehmen alle Aktien zu veräußern, würden in der Bilanz die gesamten Einnahmen auf der Aktivseite in die liquiden Mittel (Kasse, Bank) gebucht werden. Auf der Passivseite wird der Nennwert der veräußerten Aktien (1.000 x 10,- € = 100.000,- €) in das Eigenkapital (genauer in das Gezeichnete Kapital) und der Unterschiedsbetrag (Agio) wird in die Kapitalrücklage des Unternehmens gebucht (in diesem Fall 10.000 x 1,- € = 10.000,- €).

Aktien werden in der Regel über dem Nennwert emittiert (ein Nominalwert unter dem Nennwert ist nach §9 Abs. 1 Aktiengesetz gesetzlich verboten) und dadurch hat das Agio eine hohe praktische Relevanz.

Disagio

Das Gegenteil vom Agio ist das Disagio (Abschlag oder Abgeld), welcher dem Bereich der Kreditvergabe zugeordnet wird. Agio und Disagio werden auch unter dem Begriff „Damnum“ zusammengefasst.

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