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Finanzoptionen

Optionen sind als Finanzinstrumente erdacht worden, mit dessen Hilfe Unternehmen (finanzielle) Risiken reduzieren. Schwerpunktmäßig sind dies Risiken schwankender Rohstoffpreise, Währungsparitäten und Zinssätze. Beispielsweise wünschen Fluggesellschaften eine Obergrenze für zu zahlende Kraftstoffpreise festzulegen, indem sie eine Option herausnehmen, Kerosin zu einem festen Preis zu kaufen.

Auch viele Sachanlagen beinhalten eine Option, sich in der Zukunft zu erweitern. Investiert zum Beispiel ein Unternehmen in ein Stück Land hat es zukünftig die Möglichkeit der kapazitiven Expansion. In jedem Fall bezahlen die Unternehmen heute für eine Möglichkeit ein weiteres Geschäft zu machen. Dabei handelt es sich um die Schaffung von Wachstumschancen.

Ebenso bestehen Optionen für eine diamentrale Richtung. Sind bestimmte Projekte nicht länger profitabel möchte das Management eventuell sich des Projektes möglichst schnell und ohne große Kosten entledigen. Ein weiterer wichtiger Grund für Optionen ist die finanzielle Flexibilität, zum Beispiel, dass Stakeholdern durch Garantien Optionen gegeben werden, Aktien gegen Cash einzutauschen.

 

Wichtige Basisterminologie von Optionen

  • Optionsfrist (Maturity Date)
    Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Fristigkeiten.
    Die "europäische Option" kann nur am Ende der Frist in Anspruch genommen werden. Bezahlt ein Investor beispielsweise für die Option in 6 Monaten ein Aktienpaket zu einem vorher festgelegten Preis kaufen zu können, so kann er die Option erst am Ende der 6 Monate in Anspruch nehmen.
    Hingegen könnte er bei einer "amerikansichen Option" die Möglichkeit des Aktienkaufes zu einem vorher festgelegten Preis zu jeder Zeit innerhalb der 6 Monate auszuüben.

  • Basispreis (exercise price bzw. strike price)
    Der Basispreis ist der zuvor festgelegte Preis für einen Kauf oder Verkauf des zu Grunde liegenden Assets (Underlying).

  • Art der Option: Kauf (Call) oder Verkauf (Put)
    Bei einer Call Option hat der Optionskäufer (Hauisse) des Recht, das Underlying zum Basispreis zu kaufen.
    Bei einer Put Option hat der Optionsinhaber (Bauisse) das Recht, das Underlying zum Basispreis zu verkaufen.

  • Position: short/long (Hebel)
    Der Käufer einer Option ist in der long position, der Verkäufer einer Option in der short position.

 

Beispiel einer Call Option

Investor Harry kauft amerikanische Call Options, am Ende von 3 Monaten 10.000 Aktien von Firma A zu einem Preis von je 5,- EUR/Aktie erwerben zu können. Dafür zahlt er 0,50 EUR pro Option (pro Aktie). Derzeit liegt der Aktienkurs bei 4,80 EUR. Harry wird also jetzt die Option nicht einlösen, denn dann müsste er 5 EUR/Aktie bezahlen, obwohl er diese aktuell zu 4,80 EUR am Markt erwerben könnte. Harry wartet.

Nach zwei Monaten hat Firma A einen Durchbruch in ihrer F&E erlangt. Die Firma hat es geschafft, eine Medizin zu entwickeln, die alle Krankheiten ohne Nebenwirkungen heilen kann. Daraufhin steigt der Aktienkurs von 4,80 EUR auf 1.000 EUR an. Nun löst Harry seine Call Option ein, wodurch er 10.000 Aktien für 5,- EUR/Aktie statt für 1.000 EUR/Aktie erhält. Ein gutes Geschäft denkt sich Harry. Seine Bilanz:

Optionsgebühren 10.000 x 0,50 EUR -5.000 EUR
Aktienkauf 10.000 x 5,- EUR -50.000 EUR
Wert der Aktien 10.000 x 1.000 EUR +10.000.000 EUR
Gewinn  

+9.945.000 EUR

Harry wurde mit 5.000 EUR Einsatz zum Multi-Millionär. Gut gemacht, Harry.

Wäre der Aktienkurs jedoch während der drei Monate Laufzeit unter 5,- EUR geblieben, hätte Harry die Option verfallen lassen, weil er die Aktien am Markt günstiger hätte kaufen können.

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