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Investitionsobjekte

In der wirtschaftlichen Praxis realisieren Unternehmen ein Groß an unterschiedlichen Investitionsprojekten, die sich nach verschiedenen Kriterien systematisieren lassen. Für den Prozess der Investitionsentscheidung ist insbesondere die Abgrenzung nach dem Investitionsobjekt sowie nach dem Investitionsanlass von Bedeutung.

Hinsichtlich des Investitionsobjektes wird zwischen Sachinvestitionen, immateriellen Investitionen sowie Finanzinvestitionen unterschieden.

Sachinvestitionen stellen die klassischen Fälle von Investitionsentscheidungen dar. Der Erwerb von Anlagegütern - wie beispielsweise Grundstücke, Gebäude oder Maschinen - bildet traditionell die wirtschaftliche Basis für die Tätigkeit von Industrieunternehmen. Der Ursprung der Investitionsrechnung liegt deshalb in der Vorteilhaftigkeitsbeurteilung von Sachinvestitionen für Industrieunternehmen begründet. Aber auch Handels- und Dienstleistungsunternehmen tätigen Sachinvestitionen, so dass sich die Berechnungen zur Vorteilhaftigkeit von Sachinvestitionen auf sämtliche Branchen beziehen.

Immaterielle Investitionen als zweite Gruppe von Investitionsobjekten haben in der Vergangenheit stark an Bedeutung gewonnen, da Investitionen in Patente, Lizenzen und Software über fast alle Branchen deutlich angestiegen sind. Die Bedeutung von Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen oder IT-Investitionen für die langfristige Existenz- und Erfolgssicherung des Unternehmens ist grundsätzlich mit denjenigen von Sachinvestitionen vergleichbar. Die Frage nach der Bilanzierbarkeit immaterieller Investitionen, ist dabei für die unmittelbare Investitionsentscheidung nicht relevant. Nach dem Investitionsbegriff handelt es sich um Investitionen, wobei die Vorteilhaftigkeit durch den Investitionsentscheidungsprozess ermittelt wird.

Finanzinvestitionen sind die dritte Gruppe von Investitionsobjekten. Eine Finanzinvestition liegt vor, wenn Unternehmen Gläubiger-, Beteiligungs-, oder Eigentumsrechte erwerben. Dabei wird zwischen börslichen sowie außerbörslichen Anlagen unterschieden. Durch eine Anlage in festverzinsliche Anleihen werden zum Beispiel börsennotierte Gläubigerrechte erworben, während die Geldanlage bei einem Kreditinstitut ein typisches Beispiel für eine außerbörsliche Finanzinvestition ist. Aufgrund einer zunehmenden Anzahl von Unternehmensfusionen und Unternehmensübernahmen (Mergers and Acquisitions) ist die Bedeutung von Finanzinvestitionen im Laufe der Zeit ebenfalls deutlich gestiegen.

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