German Chinese (Simplified) English French Russian Spanish

Deckungsbeitrag

Der Deckungsbeitrag ist ein Instrument der Kostenrechnung. Der Deckungsbeitrag ist definiert als Erlöse abzüglich der variablen Kosten (Deckungsbeitrag = Erlös – variable Kosten).

Positiver Deckungsbeitrag

Ist der Deckungsbeitrag positiv, so sind die variablen Kosten gedeckt und zudem wird ein Teil der Fixkosten abgetragen. 

Negativer Deckungsbeitrag

Ist der Deckungsbeitrag negativ, schafft es das Produkt nicht mal die Kosten zu bedienen, die ihm direkt zugeordnet werden können (ohne andere Verteilungsschlüssel). In diesem Fall sollte ernsthaft darüber nachgedacht werden die Produktion des betreffenden Produkts einzustellen.

Manchmal kann es jedoch auch sinnvoll sein, Produkte mit negativem Deckungsbeitrag im Sortiment zu halten. Dies wäre beispielsweise der Fall für ein günstiges Produkt, das häufig in Verbindung mit anderen Produkten gekauft wird, oder bei Kunden besonders beliebt ist und aus Imagegründen im Sortiment weiterhin geführt werden sollte. Zu berücksichtigen sind dabei jedoch stets eventuelle Verrechnungsschwierigkeiten durch sog. Quersubventionierungen.

Gesamtdeckungsbeitrag und Stückdeckungsbeitrag

Es wird zwischen Gesamtdeckungsbeitrag (dem Deckungsbeitrag der gesamten Absatzmenge) und dem Stückdeckungsbeitrag (dem Deckungsbeitrag je Stück) unterschieden.

Die Fokussierung auf die variablen Kosten hat dabei folgenden Hintergrund: Fixkosten sind in der Regel kurzfristig nicht zu ändern (z.B. Miete und Gehälter). Variable Kosten sind abhängig von der gewählten Produktionsmenge und daher in einem gewissen Rahmen sofort veränderbar (innerhalb gewisser Kapazitäten).

Relativer Deckungsbeitrag

Ein anderes Konzept wird mit dem relativen Deckungsbeitrag verfolgt. Hier wird der Stückdeckungsbeitrag im Vergleich zu einem Engpassfaktor gesetzt, um bei gegebenen Kapazitätsbeschränkungen (z. B. Maschinenlaufzeiten) das optimale Produktionsprogramm zu ermitteln (Relativer Deckungsbeitrag = Stückdeckungsbeitrag / Produktionskoeffizienten).

Deckungsbeitrag in der betrieblichen Praxis

In der Praxis wird der Deckungsbeitrag häufig zu Break-Even-Analysen und Berechnungen zum optimalen Produktionsprogramm verwendet. Zudem lässt sich so schnell ein Überblick über das Gewinnpotential der einzelnen Produkte (allerdings ohne Darstellung von Wechselbeziehungen zwischen diesen) erstellen.

wiwischaft®

Wer ist online

Aktuell sind 65 Gäste und keine Mitglieder online

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Datenschutz