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Wirtschaftlichtkeitsprinzip und erwerbswirtschaftliches Prinzip (Rentabilität)

Wirtschaftlichkeitsprinzip

Das Wirtschaftlichkeitsprinzip prägt sich entweder als Minimumprinzip oder als Maximumprinzip aus (Ökonomisches Prinzip). Dabei bedeutet das Minimumprinzip, dass ein festgesetzter Output mit dem geringstmöglichen Input erzielt werden soll. Beim Maximumprinzip ist der Input festgesetzt und es soll ein größtmöglicher Output erreicht werden. Insgesamt bedeutet es in beiden Fällen die strikte Vermeidung von Verschwendung und somit die optimale Nutzung von Ressourcen.

Erwerbswirtschaftliche Prinzip

Das erwerbswirtschaftliche Prinzip bedeutet, dass es das oberste Ziel eines Unternehmens ist, Gewinne zu erwirtschaften. Dabei wird nach absoluten Gewinn (Überschuss; Gewinn) und relativen Gewinn (Rentabilität) differenziert. Der absolute Gewinn ist die Differenz zwischen den gesamten Erträgen abzüglich den gesamten Aufwendungen der jeweiligen Perioden. Der relative Gewinn wird Rentabilität genannt und gibt die Verzinsung des eingesetzten (gebundenen) Kapitals zur Erzielung des absoluten Gewinns in einer Periode an.

Rentabilitäten

Die gängigsten Arten der Rentabilität sind Eigenkapitalrentabilität, Gesamtkapitalrentabilität, Umsatzrentabilität und der Return on Investment (RoI).

Bei der Eigenkapitalrentabilität wird der absolute Gewinn ins Verhältnis zum Eigenkapital gesetzt, weil der absolute Gewinn derjenige Betrag ist, welcher den Eigenkapitalgebern eines Unternehmens zusteht.
Bei der Gesamtkapitalrentabilität werden Gewinn + Fremdkapitalzinsen ins Verhältnis zum Gesamtkapital des Unternehmens gesetzt. Fremdkapitalzinsen sind der "Gewinn" der Fremdkapitalgeber. So wird durch die Summierung von Gewinn und Fremdkapitalzinsen der Gesamtgewinn des Unternehmens in Hinblick auf Eigenkapitalgeber und Fremdkapitalgeber ermittelt.
Die Umsatzrentabilität setzt den Gewinn ins Verhältnis zum Umsatz. Nicht notwendigerweise bedeutet eine geringe Umsatzrentabilität auch eine geringe Eigenkapitalrentabilität, denn diese Unterscheidung ist insgesamt Abhängig von der Umschlagsgeschwindigkeit. Als prägnantes Beispiel dafür dienen Supermärkte, welche eine sehr geringe Marge auf den Umsatz der Produkte aufweisen (geringe Umsatzrentabilität), jedoch aufgrund eines hohen Warenumschlags höhere Eigenkapitalrentabitlitäten aufweisen.
Der Return on Investment (RoI) ist ein Spezialfall der Eigenkapitalrentabilität, indem dessen Parameter leicht abgeändert werden. Statt des absoluten Gewinns wird das Betriebsergebnis herangezogen und anstelle des Eigenkapitals wird das betriebszugehörige Kapital eingesetzt. So wird dasjenige Kapital ausgeschlossen, welches nicht zur Erzeugung des Gewinns benutzt wurde, wie beispielsweise liquide Mittel auf Banken oder Kassenbestände.

Beispiel zum Wirtschaftlichkeitsprinzip und zum erwerbswirtschaftlichen Prinzip

Die Produktionsfirma der Marke HalloKätzchen ist im Begriff, eine Sonderedition von Haarbürsten zu produzieren und zu vertreiben. Für das entsprechende Absatzjahr werden folgende Szenarien als realistisch angenommen:

Stückzahl 5.000 10.000 25.000
Benötigter Kapitaleinsatz (EUR) 25.000 40.000 55.000
Stückkosten (EUR) 9 8 7
Verkaufspreis (EUR) 12 10 8

 

Auf diesen Daten basierend werden Gewinn und Rentabilität berechnet:

Stückzahl 5.000 10.000 25.000
absoluter Gewinn (Überschuss) 15.000 20.000 25.000
relativer Gewinn (Rentabilität) 60% 50% 45%

 

Der höchste absolute Gewinn würde sich bei einer Stückzahl von 25.000 Stück realisieren (Wirtschaftlichkeitsprinzip). Andererseits würde sich die höchste Rentabilität, d. h. die höchste Verzinsung des eingesetzten Kapitals, bei einer Stückzahl von lediglich 5.000 ergeben. In diesem Fall verliert ein absolut höherer Gewinn seine Attraktivität unter Rentabilitätsgesichtspunkten.

Schlussfolgerungen für eine Unternehmensanalyse

Für die Unternehmensanalyse erfolgt darauf basierend eine wichtige Konsequenz: Es sollten sowohl absolute als auch relative Ergebnisse in eine Beurteilung einbezogen werden. Relative Ergebnisse sind häufig durch absolute Werte weiter zu relativieren, abhängig von der Intention und Risikoneigung der Investoren.

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