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invitatio ad offerendum

Nach § 145 BGB gilt grundsätzlich die Bindung an ein Angebot, welches man einem anderen zur Annahme angetragen hat.

Dementgegen gibt es sogenannte unverbindliche Reklameäußerungen, "invitatio ad offerendum".

Beispiel für "invitatio ad offerendum"

Ein unverbindliches Reklameangebot liegt beispielsweise vor, wenn ein großes Versandunternehmen potentiellen Kunden einen Katalog zusendet, in welchem Waren mit Preisangaben abgebildet sind. Im Sinne von "invitatio ad offerendum" darf dies nicht mit einem verbindlichem Angebot verwechselt werden.

Falls ein potentieller Kunde das Bestellformular ausfüllt und dem Versandunternehmen zukommen lässt, gilt das ausgefüllte Bestellformular als Angebot im Sinne von § 145 BGB.

Das Versandunternehmen kann dann überlegen, das Angebot anzunehmen und somit einen wirksamen Kaufvertrag zu schließen.

Eine "invitatio ad offerendum" hat zwei wesentliche Funktionen

  1. Die Überprüfung der eigenen Leistungsfähigkeit (z. B. Lagerbestand).
  2. Die Überprüfung des Kunden (z. B. Bonität).

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